White Lives Don’t Matter

In der aktuellen Anti-Rassismus-Debatte geht es nicht um die Diskriminierung Schwarzer oder anderer Minderheiten. Diese Gruppen genießen in den westlichen Ländern nicht nur dieselben, sondern  zahlreiche Sonderrechte. Die linksextreme Black-Lives-Matter-Bewegung will aber mehr. Auf Kosten und zu Lasten der Weißen.

Professor Priyamvada Gopal ist eine indisch-stämmige Professorin in Cambridge. Sie beschäftigt sich mit postkolonialer Literatur, Gender Studies, Feminismus, Marxismus und Rassismus. Im Zuge der Black-Lives-Matter-Proteste postete sie auf Twitter: „White Lives Don’t Matter“. Weißes Leben zählt nicht.

Während Slogans sie „White Lives Matter“ oder „All Lives Matter“ von linken Medien, Politikern und BLM-Aktivisten als rassistisch verteufelt werden, löste das Hassposting der Cambridge-Professorin, dieser indirekte Aufruf zu Gewalt gegen Weiße, keine gleichgelagerten Reaktionen aus. Im Gegenteil. Die altehrwürdige Elite-Universität stellte sich hinter ihre hasserfüllte Mitarbeiterin, verteidigte sie gegen Kritik aus den sozialen Medien.

Hengameh Yaghoobifarah, taz-Journalistin mit iranischen Wurzeln, bezeichnete deutsche Polizisten als Müll. Auch das hatte keine Konsequenzen für das Wesen, das sich als „nichtbinäre Person“ definiert. Eine lauwarme Entschuldigung der taz-Chefredakteurin reichte völlig aus. Hätte ein alter, weißer Journalist Schwule, Muslime, Nichtbinäre oder eine andere Gruppe als Müll bezeichnet, er und das Medium, das diese Aussage veröffentlicht hätte, würden von Justiz, Politik und Mainstreammedien regelrecht hingerichtet.

Wer Polizisten, Christen oder Weiße als Müll bezeichnet, hat nichts zu befürchten, wenn er den richtigen Background hat. Auch deshalb, weil weiße Gutmenschen dank ihres tief verinnerlichten Schuldkomplexes ohnehin derselben Ansicht sind. Damit sägen sie zwar an dem Ast, auf dem sie sitzen, schaden sich selbst. Aber das ist so bei nützlichen Idioten. Und genau das sind sie, die nützlichen Idioten dieser neuen Bewegung.

Auf einer Linie mit Gopal und Yaghoobifarah liegt auch der schwarze US-Kultautor Ta-Nehisi Coates: „Das Problem mit der Polizei ist nicht, dass das alles faschistische Schweine sind, sondern dass unser Land von Mehrheitsschweinen regiert wird.“  Ein Land voller weißer Schweine. Und wir wissen, was man mit Müll, was  man mit Schweinen macht, verbrennen, vergraben, schlachten.

Es ist offensichtlich: „Black Lives Matter“ heißt für die selbsternannten Antirassismus-Kämpfer: Only Black Lives Matter. Es handelt sich um puren Rassismus gegen Weiße, der offenbar in einem latenten Minderwertigkeitsgefühl wurzelt. Denn mit der Realität haben die Rassismus-Vorwürfe und das Suhlen in der Opferrolle wenig bis nichts zu tun.

Das lässt sich durch zahlreiche Fakten belegen. Im vergangenen Jahr sind in den USA 105 Schwarze und 204 Weiße, also rund doppelt so viele, von Polizisten erschossen worden. 2018 wurden 7.407 Schwarze ermordet. Weit über 90 Prozent der Täter waren Schwarze. Die mit Abstand größte Gefahr für Schwarze in den USA getötet zu werden, sind nicht schießwütige weiße Polizisten, sondern andere Schwarze. Wer ernsthaft schwarze Leben retten möchte, sollte also weniger auf Weiße losgehen und sich mehr mit den Gründen für die überdurchschnittlich hohe Gewalt innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe auseinandersetzen. Aber schwarzes Leben zählt für BLM-Aktivisten offenbar nur, wenn es von Weißen genommen wird.

Die Namen jener Weißen, die von Polizisten getötet wurden, kennt niemand, während die schwarzen Opfer von Polizeigewalt eine Art Heiligenstatus genießen. Etwa der 18-jährige Michael Brown aus Ferguson, Missouri. Sein Tod hat die ersten US-weiten BLM-Proteste ausgelöst. Brown wurde von den Linken und ihren Medien als unschuldiger Teenager verkauft, der nur deshalb sterben musste, weil er schwarz war und Amerika ein zutiefst rassistisches Land ist. Dabei gibt es wohl nur wenige Staaten, in denen Schwarze so viele Chancen haben wie in den USA. Die Regierung von Ghana hat vor kurzen Afro-Amerikaner, die sich in den USA nicht mehr wohl oder verfolgt fühlen, eingeladen, nach Ghana zu kommen, um sich hier ein neues Leben aufzubauen. “Build a life in Ghana. You do not have to stay where you are not wanted forever.”, lautete die Botschaft. Dieser netten und ernst gemeinten Einladung ist vermutlich kein einziger schwarzer Amerikaner gefolgt. Warum auch? In den USA kann man sein Versagen, sein Schicksal und seine Probleme immer den Weißen anlasten und daraus entsprechende Forderungen ableiten. Das ist äußerst bequem und funktioniert dank des Schuldkultes der Weißen hervorragend. Opfer sein lohnt sich. In Ghana ist das nicht möglich, da ist man für sein Leben selbst verantwortlich.

Zurück zu Michael Brown, der neben Trayvon Martin zur Gründungsikone der BLM-Bewegung wurde. Er soll mit erhobenen Händen um sein Leben gefleht haben, so die linke Märtyrerlegende. Die Wahrheit ist eine andere: Brown war ein Koloss und ein Krimineller. Ein Streifenpolizist stellt den Burschen, nachdem er einen brutalen Raubüberfall begangen hatte. Brown schlägt den Polizisten und versucht ihm die Waffe zu entreißen. Nach kurzer Flucht kehrt er um und stürmt auf den Beamten zu. Der fordert ihn erfolglos auf, stehen zu bleiben und schießt in Notwehr. Er wird freigesprochen. Auch eine akribische Untersuchung der Vorgänge im Auftrag von US-Präsident Barack Obama kommt zu demselben Ergebnis: Der Polizist hat korrekt gehandelt.

Für die BLM-Aktivisten und die Linken ist der Freispruch trotzdem ein Affront. Der Polizist hätte sich offenbar umbringen oder zumindest schwer verletzen lassen sollen. Schließlich zählt weißes Leben nicht bzw. nicht sehr viel. Ähnlich wie die BLM-Bewegung hatte im Jahr 2016 auch die grüne Spitzenpolitikerin Renate Künast nach dem islamistischen Attentat in einem Zug bei Würzburg reagiert. Polizisten hatten den mit einer Axt bewaffneten Afghanen aus geringer Entfernung in Notwehr erschossen. Künast twitterte erbost: „Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden????”

Auch sie ist offenbar der Meinung, dass das Leben der Polizisten nicht viel oder zumindest weniger als das eines islamistischen Attentäters wert sei. Einen bewaffneten Angreifer aus nächster Nähe und in Sekundenbruchteilen angriffsunfähig zu schießen, funktioniert nämlich nur in schlechten TV-Krimis.

Und während der Tod des Kriminellem George Floyd in der gesamten westlichen Welt Massenproteste, Plünderungen und hysterische Debatten auslöst, sogar Plätze und Straßen nach dem Berufskriminellen benannt werden, schauen die stets Besorgten und Empörten demonstrativ weg, wenn in Südafrika systematisch weiße Farmer von Schwarzen überfallen und ermordet werden.

Linke Medien in Europa ignorieren diese Vorgänge nicht nur, sie denunzieren entsprechende Berichte in alternativen Medien sogar als Fake-News und rechte Verschwörungstheorien. Man versucht die Gewalt gegen Weiße in Südafrika genauso zu vertuschen, ignorieren und zu leugnen, wie die steigende Gewalt und den zunehmenden Rassismus gegen Deutsche. Den darf es nicht geben. Der Online-Ableger der linken Wochenzeitung Die Zeit, ze.tt, schreibt: „Warum es keinen Rassismus gegen Weiße gibt“ Begründet wird das folgendermaßen: „Wer mir ein Beispiel nennen kann, wie und wo weiße Deutsche in diesem mehrheitlich weißen Land strukturell benachteiligt werden, bekommt einen Keks.“

Dass etwa autochthone Schüler, die in immer mehr Schulen in der Minderheit sind, systematisch gemobbt werden und täglich mit Rassismus konfrontiert sind, scheint noch nicht bis zu den linken Jungjournalisten durchgedrungen zu sein. Die Deutschen verlassen wohl auch nicht völlig grundlos islamische No-Go-Areas  und Clan-Zonen, die sich in den urbanen Räumen immer weiter ausbreiten.

Mit den diversen Anti-Diskriminierungsmaßnahmen, insbesondere dem neuen Berliner Landes-Anti-Diskriminierungsgesetz, das im Zuge der Black-Lives Matter-Proteste beschlossen worden ist, werden Inländer von Gesetzes wegen systematisch diskriminiert. Ein simples Beispiel: Eine Gruppe afrikanischer Armutsmigranten und eine junge kinderreiche Familie ohne Migrationshintergrund bewerben sich um dieselbe Wohnung. Diskriminierungsschutz genießen nur Erstgenannte.

Ungleichbehandlungen sind laut Antidiskriminierungsgesetz gerechtfertigt, wenn „Nachteile strukturell benachteiligter Personen“ durch entsprechende Maßnahmen „ausgeglichen werden sollen“. Und dieser Ausgleich geht stets zu Lasten Weißer, Christen, Deutscher, Heterosexueller etc.  Sie genießen keinen Sonderstatuts. Auch Quoten sind nichts anders als die systematische Bevorzugung bestimmter Gruppen, was die systematische Benachteiligung anderer Gruppen bedingt.

Es geht bei der aktuellen Anti-Rassismus-Debatte nicht um Chancen-Gleichheit, Gerechtigkeit, Benachteiligungen und Rassismus. Das alles sind nur Hebel und Vorwände der Sozialisten, um ihre Ziele umzusetzen, um ihre Macht zu festigen und weiter auszubauen. Und wir wissen, wie sozialistische Experimente enden: in Chaos, Armut, Verfolgung und Tod.

Worum es der Black-Lives-Matter-Bewegung wirklich geht, hat der schwarze Autor Frantz Fanon in seinem Buch „Die Verdammten dieser Erde“ bereits Anfang der 1960er Jahre formuliert. An allem Übel dieser Welt ist die westliche Kultur schuld, sie muss zerstört werden. Jean-Paul Sartre schrieb das Vorwort: „Einen Europäer erschlagen heißt zwei Fliegen auf einmal treffen, nämlich gleichzeitig einen Unterdrücker und einen Unterdrückten aus der Welt zu schaffen. Was übrig bleibt, ist ein toter Mensch und ein freier Mensch (…) Wenn der letzte Kolonialherr getötet, davongejagt oder assimiliert ist, wird die Art der Minderheit verschwinden und der sozialistischen Brüderlichkeit Platz machen.“

Der Weiße als Hassobjekt, Sündenbock und vor allem als neuer Klassenfeind. White Lives Don’t Matter