Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau

In der Klima-Debatte fallen die letzten Hemmungen. Der öffentlich-rechtliche WDR hetzt gegen alte Menschen, bezeichnet sie als Schweine. Dass er dafür Kinder missbraucht, ist besonders widerlich.

Der Kinderchor des Westdeutschen Rundfunks (WDR) singt an den Weihnachtsfeiertagen für die betagten Seher des öffentlich-rechtlichen TV-Senders ein “schönes” Lied. Die kleine Sängerinnen sind im Volksschulalter, so um die neun Jahre. Und sie singen: „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind tausend Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau. Meine Oma fährt mit ´nem SUV beim Arzt vor, überfährt dabei zwei Opis mit Rollator …“  Dass die Omas alte Umweltsäue sind, wiederholt man gleich mehrmals.

Haha. Das ist lustig. Alte Menschen sind Schweine. Als im Netz und den sozialen Medien Kritik laut wird, entschuldigt sich der WDR nicht etwa, nein, er macht, was Linke gerne machen, wenn sie gegen Andersdenkende hetzen und damit ausnahmsweise einmal nicht widerstandslos durchkommen. Es sei ja alles nur Spaß und Satire gewesen. Haha, hihi. Fragen sie ein 9-jähriges Kind, was Satire ist.

Der WDR löscht, nachdem die Kritik immer lauter wird, das Oma-Hass-und-Hetz-Lied aus seiner Videothek. Man begründet das aber nicht damit, dass dieses Lied unerträglich und eine widerwärtige Hetze gegen alte Menschen, billiger ageism ist, nein, der Grund für die Löschung seien die „unerträglichen“ Reaktionen der Menschen gewesen.

Die blöden, alten Umweltsäue haben es gewagt, den großartigen WDR zu kritisieren. Das geht natürlich nicht. Klassische linke Täter-Opfer-Umkehr. Das ist ein bekanntes Verhaltensmuster von Kriminellen und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten: Niemals etwas zugeben, immer andere beschuldigen.

Einige öffentlich-rechtliche Mitarbeiter legen nach. Der notorisch unlustige Jan Böhmermann: „Ihr kleinen Umweltsäue würdet doch ohne mit der Wimper zu zucken einen Kinderchor alle drei Strophen des ‚Deutschlandliedes‘ singen lassen. Und zwar nicht zum Spaß“. Der Ein-Pointen-Staats-Comedian in Hochform. Ja, wenn man gegen die richtigen Leute hasst und hetzt, ist es eben nur Spaß.

Und ein WDR-Redakteur auf Twitter: „Lass mal über die Großeltern reden, von denen die jetzt über #Umweltsau aufregen. Eure Oma war kein #Umweltsau. Stimmt. Sondern eine #Nazisau.“ Was für ein gewiefter Provokateur. Im Übrigen sollte der junge WDR-Mann Geschichte lernen. Wer Menschen mit Tieren, noch dazu mit Säuen vergleicht, sollte mit Nazi-Vorwürfen gaaanz vorsichtig sein. Von der Umweltsau ist es nicht mehr weit zu einer damals üblichen Bezeichnung für Juden. Und wer Menschen so wie der WDR als Säue bezeichnet, sie entmenschlicht, macht das mit ganz bestimmten Hintergedanken. Dass man dazu auch noch Kinder missbraucht, ist besonders ekelhaft.

Ja, die unerträglichen Gebührenzahler und ihre unerträglichen Reaktionen. Trotzdem ließ sich WDR-Programmchef Jochen Rausch dazu herab, seinen gebührenzahlenden Untertanen etwas auszurichten. Man habe eine Fehler gemacht, sagt er, um es sofort zu relativieren.-Der WDR habe unterschiedliche Reaktionen auf das Video erhalten insofern gebe es „kein Falsch oder Richtig“.

Wie gut, dass der WDR gebührenfinanziert ist. Schließlich sind jene Menschen, die man als Säue beschimpft, die Kernzielgruppe des Öffi-Funks. Und die Schweine müssen zahlen. Ob sie wollen oder nicht.